TAGESLOSUNGEN

Fog over the channel! Continent isolated!

In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn macht.

Carl von Ossietzky

Der Himmel dürfte aus klimatischer Sicht angenehmer sein als die Hölle. Allerdings vermute ich, dass die Hölle in gesellschaftlicher Hinsicht weit interessanter ist.

       Moliere.

BEZAHLE, WANN MER GELD HAT, DES IS KAH KUNST: AWWER BEZAHLE, WENN MER KAHNS HAT, DES IS E KUNST, LIEWER MANN, UN DIE MUSS ICH ERSCHT NOCH LERNE.                                      ERNST ELIAS NIEBERGALL   “Datterich”                             

DIE BASIS JEDER GESUNDEN ORDNUNG IST EIN GROSSER PAPIERKORB.                   Mark Twain

Ich jogge nicht, schwimme nicht, fahre nicht Rad - meine einzige körperliche Ertüchtigung ist:  Ich huste viel!    Robert Mitchum

TO BE IS TO DO                      

                                Nietzsche

TO DO IS TO BE

                                     Sartre

DU BI DU BI DU

                                    Sinatra

Och, gehn Se fort. Sie wolle schon gehn?

Ei gehn Se fort, bleiwe Se doch noch e bissi hier!!

Babba Hesselbach - Wolf Schmidt.

Es sogt da Durscht zum Hunger:          “I hob heit no nix drunga!”                  Do sogt der Hunger zu dem Durscht:   “Woaßt wos, des is mir wurscht!”     

                                   Willy Astor

GIVE US THE TOOLS AND WE ARE FINISHED THE JOB.

Winston Churchill

Der Unterschied zwischen Militärs und Zivilisten liegt darin, dass man Zivilisten militarisieren kann, Militärs aber nicht zivilisieren.

Miguel de Unamuno

Im Übrigen gehörte er zu der Sorte Männer, die Frauen vergöttern und auf einen Sockel heben, damit sie nicht dauernd im Weg stehen”

aus: Ralf Rothmann: “Feuer brennt nicht”, Suhrkamp-Verlag.

FROHE ARBEIT, ERNSTER WILLE MAL EEN SCHLUCK IN DIE DESTILLE UND ´N BISSKEN KILLEKILLE  DET HÄLT MUNTA!

(Heinrich Zille) und bei Harry Rowohlt geklaut!

Auf die Größe allein kommt es nicht an!  Eine Biene sammelt an einem einzigen Tag mehr Honig als ein Elephant in seinem ganzen Leben.

Henri Toulouse-Lautrec.

In einem Land, in dem BILD als Zeitung durchgeht und Guido Knopp als Historiker, gelten Friseure als Hirnforscher.

Wiglaf Droste

Als ich jung war, glaubte ich, ein Politiker müsse intelligent sein. Jetzt weiß ich, dass Intelligenz wenigstens nicht schaden kann.

Carlo Schmid

Was gibt es in der Schweiz?

Milchschokolade, die Alpen, Volkstänze und Seen. Man muss versuchen, alle diese lokalen Gegebenheiten in das Drama einzubauen. Die Seen müssen da sein, damit die Leute darin ertränkt werden, und die Alpen, damit sie in die Schluchten stürzen.

Alfred Hitchcock.

Aus zehn Metern Entfernung sah sie wie einsame Spitzenklasse aus. Aus drei Metern Entfernung sah sie wie etwas aus, was nur aus zehn Metern Entfernung gesehen werden sollte.

Raymond Chandler  “Das hohe Fenster

Altwerden ist nichts für Waschlappen.

Bette Davis

Die deutschen Zensoren  -  -  -  -  -  -  -  -   -   -   -   -   -  -  -  -   -  -  -  - -  -  -  -  - Dummköpfe  -  -  -  -  -  -  -  -  -  -  -  -  -  -   .

Heinrich Heine  “Reisebilder - 2. Teil  - Hoffmann und Campe 1827.

Die Franzosen bilden sich so viel ein auf ihre Weine, dass sie bestimmte Gegenden nach ihnen benennen.

MARILYN MONROE.

History teaches man, that history teaches nothing.

Mahatma Gandhi

Sie beweisen Ihre Technikfeindlichkeit geradezu damit, dass sie es nicht einmal fertigbringen, die Bretter von ihren Köpfen zu lösen.

Otto Schily

Der Bauer mit dem Traktor     fährt auf den Acker Dung.  Sein Sohn, der in der Stadt studiert, der liest Mao Tse-tung.             Der Bauer, der sehr dümmlich, weiß nicht, wer Mao ist.              Er sagt: Was soll Maotse-Dung,  ich bleib bei Pferdemist.

Ingo Insterburg,  Anfang der 1960er Jahre.

Geh`zum Friseur, mach die Negermusik leiser, geh´zur Tanzstunde, wasch den Wagen.

Kommandos der Jugendzeit.

Das Leben ist eine Nuss. Sie lässt sich zwischen zwei weichen Kissen nicht knacken.

Arthur Miller

Wenn Männer sich mit ihrem Kopf beschäftigen, nennt man das “denken”. Wenn Frauen das gleiche tun heißt das “frisieren”. Anna Magnani

Es werden durch Rundfunk bereits Nachtigallenkonzerte und Papstreden übertragen. Das ist der Untergang des Abendlandes.                 Egon Friedell

Die Berechnung der Einkommensteuer ist für einen Mathematiker zu schwierig, dazu muss man Philosoph sein.

Albert Einstein

In Hollywood gerät man bereits in den Ruf, ein Sportler zu sein, wenn man den Weg vom Haus zur Garage zu Fuß zurücklegt.

Cary Grant

Den Charakter eines Menschen erkennt man erst dann, wenn er Vorgesetzter geworden ist.

Erich Maria Remarque

“Ich habe Anfälle....Es kommt über mich mindestens einmal im Quartal. Ich erwache und bin plötzlich sternhagelnüchtern”

aus Brechts “Herr Puntila und sein Knecht Matti”.

Ein Mann kann höchstens vollständig sein, eine Frau aber vollkommen.

Eleonora Duse.

Die zahllosen Krankheiten wundern Dich? Zähle die Ärzte!

Karl Julius Weber

Pensionierte Lehrer sind meistens schlecht gelaunt; ihnen fehlen die Ferien.          Carlo Franchi

Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.

George Bernard Shaw.

Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.

    Mark Twain

nochmal  Mark Twain:

Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser mässig genossen, ist unschädlich!

Selbstverständlich sind Frauen klüger als Männer - nur, das macht die Wohnung auch nicht sauberer.

        Jerry Lewis

Outside of a dog, a book is a man´s best friend: and inside a dog, it´s too dark to read.

        Groucho Marx

Das  O - Loch dankt allen A - Löchern für die aufopfernde Unterstützung.

         GREENPEACE

Liebe Politesse!

Ich parke für den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes.

Florenz?  Gut geeignet für das versehentliche Zurücklassen älterer und zerstreuter Familienmitglieder!

                Natalie Ginzburg

Der ewige Jammer mit den Weltverbesserern ist, dass sie nie bei sich selbst anfangen.

         THORNTON WILDER

In der Sexualerziehung haben Autodidakten den größten Erfolg.

               Zarko Petan

Ein Staatsmann ist ein Politiker, der seit zehn oder fünfzehn Jahren tot ist.

           Harry S. Truman

Ein sicheres Zeichen von einem guten Buch ist, wenn es einem immer besser gefällt, je älter man wird - vorausgesetzt, daß man mit dem Alter auch weiser wird, denn ein Buch ist ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausschauen.     Georg Christoph Lichtenberg.

Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.

                    MARK TWAIN

Wer morgens zerknittert ist, hat den ganzen Tag über enorme Entfaltungsmöglichkeiten.

Wasser ist nicht zum Trinken da, sonst hätte Gott nicht so viel davon gesalzen.

Brendan Behan.

I was rich, and I was poor. Believe me, rich is better.”

Gloria Graham in Fritz Langs “The Big Heat”

Timeo hominem unius!

Unheimlich ist mir der Mann mit nur einem Buch!

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen; sagt Claudius; ob dies aber jemand hören will ist eine andere Sache.

Hans Christian Andersen

ALLES UNTER 400 GRAMM IST CARPACCIO.

Die Wolken können Dich nicht daran hindern, die Sterne zu sehen.

Alexandre Dumas  “Der Graf von Monte Christo”

Als Gott den Mann schuf, übte sie nur.

Enten legen ihre Eier in aller Stille, Hühner gackern dabei wie verrückt.  Was ist die Folge?  Alle Welt isst Hühnereier!

Henry Ford.

Gutes Bier in Maßen genossen, kann auch in größeren Mengen nicht schaden.

Kurt Ostbahn

Sollte dies Kaffee sein, bringen Sie mir bitte Tee.  Sollte dies Tee sein, bringen Sie mir bitte Kaffee.

Abraham Lincoln

Lady Astor zu ihrem Schwiegervater Winston Churchill: “Du bist betrunken!” Churchill zu Lady Astor: “Und du bist hässlich! Morgen früh bin ich aber wieder nüchtern.”

Noch ein Martini und ich lieg´unter´m Gastgeber.

Dorothy Parker

Der Humanist Mubarak war nebenher sogar jahrelang Diktator, wie sich gerade herausstellt.

Martin Sonneborn - Satiriker

“Möchten Sie ein Steak oder zwei Steaks?”   “Kann ich vielleicht beides haben “?

Homer Simpson

Plötzlich ist das Meer voller Joghurt, und ich habe keinen Löffel.

aus Harry Rowohlts Anekdotenschatz über das Alter und die Frauen.

Es ist besser, auf den Füßen zu sterben, als auf den Knien zu leben. No pasarán!  Sie sollen nicht durchkommen!

Dolores Ibarruri - La Pasionaria - anläßlich der Abschiedsparaden der Internationalen Brigaden am 15. November 1938.

Wer zwey Paar Hosen hat, mache eins zu Geld und schaffe sich Bücher an.

Georg Christoph Lichtenberg.

“Hello Houston. Tranguility Base her. The Eagle has landed”

July 21st, 1969. 02.56 GMT.

“Ich antiamerikanisch?  Ich habe geweint, als Winnetou starb”.

Harry Rowohlt

Einige Fragen an Herrn Loriot:

“Welcher Gegenstand in Ihrer Küche ist Ihnen am wichtigsten?”    Loriot:”Meine Frau!”

“Wissen Sie, was auf Ihrem Grabstein stehen soll?”      Loriot:”Zweckmäßig wäre es, wenn der Name drauf stünde.”

“Sie sind seit nunmehr 55 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet. Was sagt sie dazu?”     Loriot:”Sie sagt, das sei einfach phantasielos.”

“Sex vor dem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit geht gar nichts”.

Berti Vogts

11.01  Uhr:    sei mal ehrlich, es zählt doch nicht nur das aussehen. oder?

11.03 Uhr:   nicht nur, aber du bist durch ein übermaß an inneren werten ästhetisch gehandicapt.

aus:  SMSvonGesternNacht.de

“Wie findest du eigentlich den Hamburger Royal TS?”

“Ich find´ eigentlich alle Computer geil!”

“Den ganzen Tag bin ich unterwegs. Hetze von A nach B, von Pontius zu Pilatus....”

“Ey, Alter, du machst Pilates?  Krass!”

“Bei Einbruch der Dämmerung ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen.”

Aus den Dienstvorschriften der Bundeswehr.

“Ich weiß, was es heißt, Mutter von drei kleinen Kindern zu sein.”

Edmund Stoiber.

“ 160 Häftlinge warten auf den Tag der offenen Tür.”

Hamburger Abendblatt.

Beim Fussball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.

Jean Paul Sartre

Als Kind habe ich immer Dinge verschluckt. Man hat es nicht gewagt, mich mit einem Sessel im Zimmer allein zu lassen.

Billy Wilder

Kinder sind sperrig, stehen im Weg rum und wollen immer genau dann RTL gucken, wenn wir uns auf ARTE mal eine interessante Dokumentation über die Prügelstrafe anschauen möchten.

Hans Zippert, Medienkolumnist der WELT

Salz und Brot macht Wangenrot - doch belegte Butterbröter, machen sie noch röter!

Es ist besser schweigend für einen Idioten gehalten zu werden, als den Mund zu öffnen und alle Zweifel zu beseitigen.

Konfuzius

Man kann Ärzten nicht trauen - sie sind schließlich nur ehemalige Medizinstudenten.

                                ERIC IDLE

Fernsehen bildet!   Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

             GROUCHO MARX

Sie sind auf mich noch lange nicht angewiesen, ich aber auf Sie.  Merken Sie sich das!

                          Karl Valentin

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar dafür sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.

              Dieter Hildebrandt

Halt dei Maul wann de mit mir reddst!

     Ernst Schildger (hessischer Dichter) bei Walter Renneisen geklaut.

Hörgeräte haben auch gute Folgen: Seit ich die habe, konnte ich schon drei Leute aus meinem Testament streichen.

      Rudi Carrell

Gar net krank is´a net gsund.

                       Karl Valentin

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde;

das erklärt so manches.

                  Mark Twain

Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, sucht nicht eine, sondern drei.

                      Oscar Wilde.

Subversion kann etwas sehr Spießiges haben. Ich kenne Subversive, die ihren Briefkasten öfter mit dem Staubsauger reinigen als ich.

                          Walter Moers

“Die hab ich noch nicht probiert, aber im Allgemeinen mag ich Geflügel”

Fußballer Thorsten Legat auf die Frage ob er Spätzle mag.

“Abseits is, wenn dat lange Arschloch zu spät abspielt”

Hennes Weisweiler über Günter Netzer.

“Wenn wir hier nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt”

Rolf Rüssmann.

Ich habe einmal einen Kurs in Schnell-Lesen belegt und “Krieg und Frieden” in zwanzig Minuten gelesen. Es geht um Rußland.

Woody Allen..

Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte.

George Bernard Shaw.

Früher war Rauchen ungesund. Heute ist Rauchen gesund.                                Man ist draußen.

Alkohol löst keine Probleme!      Das tut Broccoli aber auch nicht!

Stress entsteht, wenn das Gehirn dem Körper verbietet jemanden in die Fresse zu schlagen, der das eigentlich verdient hat.

....für die einen ist es Klopapier, für die anderen die längste Serviette der Welt...

Irgendwie fehlt dem Salat was - Fleisch oder so.

“Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.”

Mark Twain.

Wie peinlich ist es Dir eigentlich, daß außerirdische Zivilisationen unser Fernsehprogramm empfangen können?

Das “N” in RTL steht für Niveau.

Evolution: Von den Bäumen herunterkommen, Motorsäge erfinden, Bäume absägen, Papier daraus machen, Buch über Umweltschutz schreiben.  Peter Breuer.

Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden wie es war.     Fredi Bobic.

Der Detektiv beobachtete ihn aus dem Mundwinkel....

Der Blinde sah mich böse an!                                  Aus der deutschen Übersetzung eines amerikanischen Krimis.

Es ist immer ein schönes Gefühl, den Olli hinten drin zu haben.                               Sebastian Kehl.

Derjenige, der zum ersten Mal an Stelle eines Speers ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.                        Sigmund Freud

Beautiful young people are accidents of nature, but beautiful old people are works of art.

Nancy Astor zu Winston Churchill: “Winston, if you were my husband, I´d poison your tea.” Darauf Churchill zu Lady Astor: “Nancy, if I were your husband, I´d drink it.”

Ich gebe Ratschläge immer weiter. Es ist das Einzige, was man damit tun kann.

Oscar Wilde

“Bei so einem Spiel muss man die Hosen runterlassen und sein wahres Gesicht zeigen”

Alexander Strehmel

Unterstützt die Volksfront zur Wiedervereinigung der Spalttablette!                                     Graffitispruch am Friedrich Meinecke-Institut/Berlin 1979.

Das Leben ist ungewiss - iss den Nachtisch zuerst!

Hier noch etwas zum Thema “Blähungen”:                               Franz macht sich nah den Teichen Luft.                                            Sein Jagdhund wittert Leichenduft!

Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt.

Wilhelm Busch

...und noch ein Wilhelm Busch:  Wie lieb und luftig perlt die Blase, der Witwe Klicko in diesem Glase.

I don´t care to belong to any club, that will have me as a member .     Groucho Marx.

Heute in mich gegangen - auch nichts los!                               Karl Valentin

...und noch ein Valentin:               Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.

Gemies, Kardoffel und was noch all, des kriecht mer hier in dere Hall. Und owwe uff der Galerie, da möpselts nach Fromaasch de Brie.                                                             Friedrich Stoltze´s Tipp für Frankfurt: Die Kleinmarkthalle

Wem Goldfische zu teuer sind, sollte auf Silberfische zurückgreifen.

Fünf sind geladen - zehn sind gekommen - giess Wasser zur Suppe - und heiss sie willkommen!

Oma Lisbeth

Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.

Reinhard Turre.

Es ist wunderbar, dass Amerika entdeckt wurde, aber es wäre besser gewesen. wenn es unentdeckt geblieben wäre.

Mark Twain

Amerika ist das einzige Land auf der Welt, das von der Barberei zur Dekadenz übergegangen ist, ohne dass es dazwischen Zivilisation gab.

Oscar Wilde

Mein Problem ist: Weiße Leute schicken schwarze Leute in den Kampf gegen gelbe Leute um ein Land zu schützen, welches sie zuvor von roten Leuten gestohlen haben.

Muhammad Ali - Cassius Clay

Die Literaturhandlung Paperback liegt im kleinen Ort Bad König mitten im schönen Odenwald, Das Sortiment dort ist aber mit solcher Liebe ausgesucht, so vielfältig und wartet mit einer solchen Menge literarischer Besonderheiten und Entdeckungen auf, wie man sie in mancher Universitätsstadt nicht findet. Individuelle Beratung und Kundenansprache inbegriffen. Zudem bietet Paperback übers Jahr ganz besondere Highlights für das Kulturleben des Ortes mit ihren regelmäßigen literarischen Veranstaltungen. Alles in allem weit über dem Durchschnitt.

Benedict Geulen - Verlagsvertreter
 
 

2018z5

SALVATORE QUASIMODO.

Geboren am 20. August 1901 in Modica, in der italienischen Provinz Ragusa. Quasimodo stammt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen und veröffentlichte schon als 16jähriger Gedichte. Als er im Jahr 1959 vollkommen überraschend den Nobelpreis für Literatur erhielt, wurde aus dem vorher nur einem kleinen Kreis bekannten Autor, ein internationaler Literaturstar. Als Quasimodo am 14. Juni 1968 verstarb, war er selbst in seiner Heimat Italien nahezu vergessen.

Im Herbst 2010 erscheinen Salvatore Quasimodos Gedichte in einer italienisch/deutschen Ausgabe in der Dieterich´schen Verlagsbuchhandlung in Mainz.

 

Wer zuerst das Meer sieht, kriegt ein Eis, sagte Vater. Ich, ich sehe das Meer! Wie kommt das Salz ins Meer? Mutter lacht. Die Fischer fahren hinaus, sagt Vater, und sie haben Pakete, und sie streuen das Salz vorsichtig in die Wellen. Mutter lacht und streichelt mich.”

BRIGITTE SCHWAIGER “Wie kommt das Salz ins Meer”

“Wie die Mutti wieder einen Hut gebraucht hat, ist sie zum Dobschitz gegangen und hat alle Hüte probiert. Sie hat sich nicht entschließen können, weil es beim Dobschütz wirklich keine Auswahl gegeben hat. Zum Weinzierl aber hat sie nicht gehen wollen, weil der Hund vom Weinzierl mit unserem Hund verfeindet ist”

BRIGITTE SCHWAIGER “Mein spanisches Dorf”

 

van hoddis

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,           in allen Lüften hallt es wie Geschrei.                        Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei                Und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen             An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.            Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.       Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

Jakob van Hoddis skurril-grotesk-dadaistische Gedichte erschienen in den Avantgardezeitschriften DIE AKTION und DER STURM.

Jakob van Hoddis  “Dichtung und Briefe”            Wallstein Verlag   €  29.-

 

“Der abscheulichste politische Mord, der Griechenland erschütterte und noch erschüttert” - so lautete der Untertitel des Romans “Z” (1966) im Vorabdruck der Athener Zeitschrift “Tachydromos”. Mit “Z” ist der angesehene Arzt, Hochschuldozent und Oppositionspolitiker Grigorios Lambrakis gemeint, der am 22. Mai 1963 in Saloniki ermordet wurde. Der aufsehenerregende Roman von Vassilis Vassilikos  zeichnet den Verlauf dieses Verbrechens nach, dessen politischen Hintergrund das polizeistaatliche Regime unter Ministerpräsident Konstantin Karamanlis bildet.                                         “Z” ist das berühmteste Werk von Vassilikos, er bezeichnete es selbst als dokumentarischen Roman, verfilmt wurde “Z” von Constantin Costa-Gavras als temporeicher Thriller mit Yves Montand in der Hauptrolle.                   “Z” heißt im Griechischen übrigens “Er lebt!”, eine Parole, die nach dem Mord unter Lambrakis-Anhängern verwendet wurde.

Die Buchausgabe ist zur Zeit nur antiquarisch erhältlich.

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KATHARINE SUSANNAH PRICHARD ( 1883 - 1969) Als Reporterin für Zeitungen in Melbourne und Sydney lernte Katharine Prichard das Ausmass des sozialen Elends im Australien des frühen 20. Jahrhunderts aus nächster Nähe kennen. Sie engagierte sich politisch und wurde 1920 Mitglied der Kommunistischen Partei Australiens.                              Prichards politische Überzeugungen flossen auch in ihre literarischen Werke ein. Als eine der ersten Autorinnen ihres Landes widmete sie sich ganz bewusst und ausschliesslich australischen Themen. Ihr Roman “Schwarzer Opal” (1921) erzählt vom Kampf australischer Diamentenschürfer um Unabhängigkeit von den großen Kapitalgesellschaften. Die Trilogie “Goldrausch (1946) handelt von den Glücksrittern und Minenarbeitern in den Goldfeldern Westaustraliens. Die, leider nur noch antiquarisch erhältlichen, Bücher Katharine Prichards geben auch heute noch dem Leser einen spannenden Einblick in die australische Pionierzeit.

Johnston McCulley: Der Erfinder von Zorro

ZORRO ( spanisch für:Fuchs) ist ein Mysterium und das Gleiche gilt für seinen Erfinder Johnston McCulley. Sicher ist, dass er unter dem Namen Arthur Johnston McCulley am 2. Februar 1883 in Ottawa im US-Bundesstaat Illinois geboren wurde. Erste Geschichten veröffentlichte er um 1908, danach verliert sich seine Spur. Erst zu Beginn des 1. Weltkrieges taucht sein Name wieder auf, und die Quellen könnten widersprüchlicher nicht sein: McCulley, gerade mal 31 Jahre alt, soll entweder einfacher Soldat oder gar Offizier für öffentliche Angelegenheiten gewesen sein. Gesichert ist, daß 1919 sein Roman “Zorro - The Curse of Capistrano” (“Zorro - Der Fluch von Capistrano”) im Magazin “All-Story-Weekly” als fünfteilige Episodengeschichte erschien. Neben “Zorro” schrieb McCulley in den Folgejahren weitere Geschichten, mehr als 50 Romane und etliche Drehbücher für Westernfilme. Er erfand Figuren wie Thubway Tham ( ein lispelnder Taschendieb) oder Crimson Clown (ein Clown mit einer Gaspistole). Viele seiner Werke erschienen unter einem seiner zahlreichen Pseudonyme wie Harrison Strong, Raley Brien, George Drayne und Monica Morton.                                  So gesichert die Angaben über sein schriftstellerisches Werk auch sind, so undurchsichtig wird es bei der Privatperson Johnston McCulley: Zweimal verheiratet, Vater einer Tochter, Scheidung, anscheinend eine zweite Ehe, doch da widersprechen sich die Quellen.                                                                    Bleiben wir also bei den gesicherten Angaben:  Nach dem sensationellen Erfolg seines ersten “Zorro”-Romans und dem danach gedrehten Film von 1920 (mit Douglas Fairbanks in der Titelrolle), schrieb McCulley 1922 die Fortsetzung “The Return of Zorro” und 1931 den abschließenden “Zorro” - Band “The Mark of Zorro”. Als McCulley 1958 verstarb, wurde es auch ruhiger um seine “Zorro”-Figur, obwohl diese in den kommenden Jahrzehnten immer mal wieder auf der Leinwand auftauchte (nach dem spektakulärem Auftritt Fairbanks als Urvater der “Zorro” - Filmfigur spielten noch Tyron Power, Guy Williams, George Hamilton und Antonio Banderas den Rächer mit dem “Z”) - und man darf natürlich nicht vergessen das die Figur des “Zorro” Typen wie vor allem den “Batman inspirierten: Bei ihm finden sich etliche Parallelen, wie etwa, dass der Held keine Superkräfte hat, sondern allein durch normale Muskelkraft, Kampftechnik und Intelligenz seine Gegner bezwingt. Auch die doppelte Identität, hinter der sich der Held verbirgt, ist ähnlich: So sind sowohl Don Diego Vega alias Zorro als auch der Milliardär Bruce Wayne alias Batman als “normale” Menschen eher langweilig und ein wenig eigenbrötlerisch. Die Vorlage für Zorro wiederum ist bei Robin Hood zu finden: Ein Dieb, der jedoch von den Reichen nimmt und den Armen gibt.

“Zorro” Bücher werden in gewissen Abständen immer mal wieder aufgelegt - eine der letzten Taschenbuchausgaben erschien bei dtv - ansonsten muß der Freund des gepflegten Degenduells auf das antiquarische Angebot zurückgreifen.

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Clemens Wilmenrod, den der SPIEGEL in seiner Titelgeschichte 1959 als Schnitzelquäler bezeichnete und ihn in der gleichen Ausgabe der Schleichwerbung überführte, war der erste deutsche Fernsehkoch, der ein Millionenpublikum vor das noch junge Medium Fernsehen brachte. Wilmenrod, eigentlich ein gescheiterter Pianist, gilt als der Erfinder des “Toast Hawai”, des “Arabischen Reiterfleisches” (das eigentlich nichts anderes als eine gewöhnliche Bulette war) und der “Gefüllten Erdbeere” (“Als ich vor dem Kriege in Rom war, kaufte ich mir einige Erdbeeren. Nachdem ich den Stengel herausgedreht hatte, bemerkte ich einen Hohlraum und dachte mir, den muß man füllen.......”) - Tja, mit was füllte der gute Wilmenrod wohl die kleine Erdbeere? Antworten bitte als Gästebucheintrag auf unserer Webseite!!

Wilmenrods Fernsehleben wurde mit Jan Josef Liefers und Anna Loos 2009 liebevoll mit dem Touch der 1950er Jahre verfilmt.

Wilmenrods Bücher, alle bei Hoffmann und Campe in Hamburg erschienen (“”Es liegt mir auf der Zunge”, 1954; “Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch”, 1956; “Wie in Abrahams Schoß”, 1958; und “Im Fernsehen gekocht”, 1963) sind heute Liebhaberstücke und werden zu kräftigen Preisen nur noch antiquarisch angeboten..

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“Ein rares literarisches Werk!”

The New Yorker

Zwei 16-jährige Jungen besuchen die gleiche exklusive Schule. Der eine ist Sohn eines Arztes, der andere stammt aus einer reichen Adelsfamilie. Zwischen den beiden entsteht eine innige Freundschaft, ein vollkommenes, magisches Einverständnis. Ein Jahr später ist die Beziehung zerbrochen. Das alles geschah in Deutschland, im Jahre 1933.......

Arthur Koestler schrieb über das Buch von Fred Uhlman: ”Ein Meisterwerk. Über die Zeit, als Leichen zu Seife verarbeitet wurden, um die arische Rasse rein zu halten, sind bislang Hunderte von dicken Wälzern geschrieben worden, und doch wird dieses schmale Bändchen seinen dauerhaften Platz in den Bücherregalen finden.”

“Einer der dichtesten Texte über die Jahre des Nazismus in Deutschland; er gehört zu den schönsten Romanen, die man den Lesern - von zwölf an aufwärts - ohne zu zögern empfehlen kann.”    Le Monde, Paris

uhlman
waltari

Mika Toimi Waltari wurde am 12. September 1908 in Helsinki geboren. Nach einem Studium arbeitete er zunächst als Literaturkritiker und Journalist, ab 1938 dann als freier Schriftsteller. Sein vielfältiges Werk umfasst neben zahlreichen Romanen auch Theaterstücke, Krimis, Märchen und Reisebücher.

Der internationale Durchbruch gelang Waltari 1945 mit dem Roman “Sinuhe, der Ägypter” :

Der ägyptische Arzt Sinuhe schreibt in der Verbannung die Geschichte seines Lebens. Dabei entsteht ein Porträt der ägyptischen Welt zur zeit des Pharaos Echnaton - manche Zeitgenossen sahen in dem Buch aber auch eine Beschreibung der Desillusionierung der finnischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.

“Sinuhe, der Ägypter” ist als Taschenbuch bei Lübbe lieferbar.

owen

Auszug aus der Besprechung von Michael Hamburger - DIE ZEIT vom 4. März 1994:

“....doch der 1918, eine Woche vor dem Waffenstillstand, im Alter von 25 Jahren in Nordfrankreich gefallene Wilfred Owen ist auch in den englischsprachigen Ländern erst Jahrzehnte nach seinem Tod als einer der bedeutenden lyrischen Schilderer des Weltkriegs anerkannt worden. Noch 1936 weigerte sich William Butler Yeats, Gedichte Owens oder anderer wichtiger Kriegslyriker in sein “Oxford book of modern verse” aufzunehmen, mit der Begründung, daß “passives Leiden” kein Thema für die Poesie sei. Das war freilich das ganz persönliche Urteil des irischen Dichters, der (ohne in dem Krieg gedient zu haben) Heldentum und tragische Ekstase unbedingt gewahrt sehen wollte - was ihm als Soldat in jenem ersten totalen Krieg allerdings wohl kaum gelungen wäre....”

Zum 100. Geburtstag von Wilfred Owen sind 1993 zwei Ausgaben -eine im Mattes Verlag in Heidelberg, eine im Verlag Mühlbach und Huck in Seligenstadt - erschienen. Beide Bücher sind nur noch antiquarisch erhält.

Zwischendurch mal etwas zum Gruseln:

FELIX DSERSCHINSKI

dserschinski

Felix Emundowitsch Dserschinski (1877 - 1926) war der Organisator und der Vorsitzende des ALLRUSSISCHEN AUSSERORDENTLICHEN KOMITEES ZUR BEKÄMPFUNG VON KONTERREVOLUTION UND SABOTAGE - kurz “Tscheka” genannt. Die “Tscheka” war eine Vorgängerorganisation der berüchtigten russischen Geheimpolizei GPU aus der sich nach 1945 der KGB rekrutierte.

Die “Tscheka” führte Dserschinski nach dem Vorbild der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution - wieviele Tote diese “Organisation” im Laufe ihrer Jahre zu verantworten hatte, konnte nie vollständig geklärt werden.

Die Übersetzung der Bildunterschrift lautet:   “Das sie noch frei sind, ist nicht ihr Verdienst, sondern unser Versäumnis.”

Gregor von Rezzori d'Arezzo, 1914 geboren, stammt aus einer sizilianischen Familie, die Mitte des 18. Jahrhunderts über Norditalien nach Wien kam. Rezzoris Großvater arbeitete als Architekt im Dienst der k. u. k. Monarchie. Die Familie lebte ab 1919 in Rumänien. Bis 1940 war Gregor von Rezzori rumänischer, dann russischer Staatsangehöriger. Später lebte er vierzig Jahre lang als Staatenloser.

Rezzori besuchte Gymnasien in Kronstadt (Siebenbürgen), Fürstenfeld (Steiermark) und Wien. In Leoben studierte er Bergbau, in Wien Architektur und Medizin. Er unterbrach diese Studien, um seinen Militärdienst in Rumänien abzuleisten. Anschließend blieb Rezzori vier Jahre lang zeichnend und malend in Bukarest und absolvierte ein Kunststudium in Wien. 1938 kam er nach Berlin und begann zu schreiben.

Mit drei Unterhaltungsromanen - Flamme, die sich verzehrt (1939), Rombachs einsame Jahre (1944) und Rose Manzani (1944) - führte sich Rezzori in den Literaturbetrieb ein. Nach Kriegsende arbeitete er vor allem als Journalist und Hörfunkautor. Bis 1948 war er beim NWDR beschäftigt (später als freier Mitarbeiter) und erzählte für das Nachtprogramm die ersten seiner Maghrebinischen Geschichten. Diese witzigen, mitunter tolldreisten Anekdoten und Legenden aus dem balkanesischen Phantasieland Maghrebinien begründeten Rezzoris Karriere als Schriftsteller. Sie erschienen 1952 in Buchform. Nebenher blieb Rezzori als Drehbuchautor tätig und wirkte in rund einem Dutzend Filmen als passionierter Gelegenheitsschauspieler mit. Rezzori war seit 1958 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.

Der Riesenerfolg der Maghrebinischen Geschichten überschattete jahrzehntelang alles, was Rezzori im Anschluß schrieb. Die Fachkritik überging in den 60er Jahren das beachtlich anwachsende Lebenswerk des Autors, der eigenem Bekunden zufolge »die Epiphanie des Balkans« verkörperte (FAZ, 8.1.1988). Dennoch wurden seine Werke wie Der Idiotenführer durch die deutsche Gesellschaft oder das Buch Ödipus siegt bei Stalingrad (1954), das Joachim Kaiser in der Süddeutschen Zeitung (13.5.1994) »einen wahrhaft großen Roman über stolze Selbstbehauptung auch in finsterer Zeit« nannte, viel gelesen.

Literarische Anerkennung erwarb sich Rezzori in den 70er Jahren mit seinen hypothetischen Autobiographien Der Tod meines Bruders Abel (1976) und Greif zur Geige, Frau Vergangenheit (1978) sowie mit der Autobiographie Memoiren eines Antisemiten (1979). »Bestechende Erzählkunst« fand Karl Alfred Wolken (Die Welt, 10.8.1991) in Rezzoris 1991 erschienener Novelle Über dem Kliff vor und attestierte dem Autor mit dieser Geschichte eines gescheiterten Künstlers, der sich in tiefster Depression selbst entmannte, »das Muster der Künstlernovelle entstaubt und revitalisiert« zu haben. Seine genaue Beobachtungsgabe stellte Rezzori nach Kritikermeinung einmal mehr mit seiner Altersbiographie Greisengemurmel unter Beweis, die 1994 erschien. »Einen vergnüglichen, von ihm persönlich illustrierten Essay über seine Wahlheimat Italien« legte Rezzori nach Einschätzung des Der Spiegel (3/1996) 1996 mit dem Band Italien - Vaterland der Legenden, Mutterland der Mythen vor. Mit Frankreich - Gottesland der Frauen und der Phrasen setzte sich Rezzori dann in einem 1997 veröffentlichten Buch auseinander. Zuletzt kam sein autobiographischer Bericht Mir auf der Spur heraus, den Volker Schlöndorff in der Süddeutschen Zeitung (24.2.1998) »uneitel und offen, leicht und unbekümmert« nannte.

Rezzori starb im Alter von 83 Jahren auf seinem Landsitz bei Florenz. Aus seiner ersten Ehe mit Priska von Tiedemann stammen drei Söhne. Eine zweite Ehe mit der Malerin Hanna Axmann wurde nach kurzer Zeit geschieden. 1967 heiratete er Beatrice Monti della Corte, die in Mailand die »Galleria dell'Ariete« zu einer namhaften modernen Kunstgalerie machte. Auch Rezzori befasste sich intensiv mit Kunst. Seine private Sammlung, die auf die Wohnsitze in der Toskana, auf Rhodos und in Mailand verteilt wurde, legte davon Zeugnis ab. Das Feuilleton würdigte Rezzori als »Chronisten einer versunkenen Epoche« (Hamburger Abendblatt, 26.4.1998), der das »Schreiben mit leichter Hand« zur Meisterschaft gebracht hatte.


 

 

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Anthony Powell   -   Der englische Proust.

Anthony Powell wurde am 21. Dezember 1905 in London geboren. Seine literarischen Altersgenossen waren so klingende Namen wie Evelyn Waugh, Graham Greene und George Orwell. Powells Hauptwerk war der autobiographische Romanzyklus “A dance to the music of time” - in Teilen auf deutsch erschienen unter der Überschrift “Ein Tanz zur Musik der Zeit”. Anthony Powell schrieb an diesem Werk von 1951 bis 1975 - mit ironischem Witz und zurückhaltendem Stil zeichnete er dabei ein breites Panorama der britischen Ober- und Mittelschicht in den Jahren von 1914 bis 1975. Zeitgenössische Kritiker verglichen dieses Werk Powells immer wieder mit Marcel Prousts “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit”.

“A dance to the Music of Time” besteht aus folgenden zwölf Bänden:                                                 “A Question of Upbringing” (1951);  “A Buyer´s Market” (1952);  “The Acceptance World” (1955);  “At Lady Moll´s” (1957);  “Casanova´s Chinese Restaurant” (1960);  “The Kindly Ones” (1962);  “The Valley of Bones” (1964);  “The Soldier´s Art” (1966);  “The Military Philosophers” (1968); “Books do furnish a Room” (1971);  “Temporary Kings” (1973);  “Hearing Secret Harmonies” (1975).

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“A dance to the music of time” ist zur Zeit in einer englischen Ausgabe bei UNIVERSITY OF CHICAGO PRESS erhältlich.

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War Gojko Mitic der “Winnetou des Ostens”, oder Frank Schöbel der “Roy Black des Ostens”, so nannte man Harry Thürk den “Konsalik des Ostens”. Obwohl der Zusatz “des Ostens” wohl veritabler Blödsinn ist, so gibt es zwischen Thürk und Konsalik einige Parallelen. Thürk gehörte, wie Konsalik in der BRD, zu den kommerziell erfolgreichsten und auflagenstärksten DDR-Schriftstellern - geschätzte Gesamtanzahl seiner Krimis, Politthrillern, Antikriegsbücher und unterhaltsamen Abenteuerromane: über 5 Millionen Exemplare. Thürk war von 1953 - 1975 Reporter u.a. von den Kriegsschauplätzen in Korea und Vietnam - daher wohl auch seine Vorliebe für fernöstliche Sujets.In den 1990er Jahren erschienen im “Verlag Das Neue Berlin” zehn Krimis von Harry Thürk. Held ist der hartgesottene, sympathische, aber ein wenig altmodisch anmutende Privatdetektiv Lim Tok, der in Hongkong auf einer Dschunke lebt, in der chinesischen Unterwelt mit Charme, Witz und Bravour allerhand Abenteuer besteht und Frauenherzen im Sturm erobert.

Thürk, geborenen am 8. März 1927 im oberschlesischen Zülz, starb nach schwerer Krankheit 78-jährig am 24. November 2005.

Viele von Harry Thürks Werken sind, leider, nur noch antiquarisch zu erwerben - wenden Sie sich bitte an den Buchhändler Ihres Vertrauens!!

Mehr zu Harry Thürk unter: www.harrythuerk.de

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Alfred Kubin      Die andere Seite  Ein phantastischer Roman                     Ein Jahrhundertroman über den Kampf zwischen Gut und Böse.Eines Tages erhält ein Mann überraschend Besuch. Der verkündet ihm: «Claus Patera, absoluter Herr des Traumreichs, beauftragt mich als Agenten, Ihnen die Einladung zur Übersiedelung in sein Land zu überreichen.» Der Mann folgt der Einladung. Doch die Traumwelt entpuppt sich als Überwachungsstaat, in dem sich ein apokalyptischer Kampf anbahnt …«Ein großer, düsterer Klassiker der phantastischen Literatur.» DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

 

Alfred Kubin wurde 1877 in Leitmeritz/Böhmen geboren. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Fotograph und besuchte anschließend die Kunstakademie in München, um Graphik und Malerei zu studieren. Nach mehreren Studienreisen nach Frankreich, Italien und auf den Balkan ließ sich Kubin auf Schloss Zwickledt in Oberösterreich nieder, wo er ab 1906 als freier Künstler arbeitete. Bekannt wurde er im Kreis der Expressionisten als Illustrator und Autor. Alfred Kubin starb 1959 in Zwickledt, bei Schärding am Inn.

 

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Bernard Malamud (1914 - 1986)

“Der  Fixer” ist der wohl bedeutendste Roman von Bernard Malamud. Er ist eine Anklage gegen Unrecht, Willkürherrschaft und Rassenhass. Zugleich ist er auch ein Plädoyer für das Bemühen des Menschen, auch unter widrigen Umständen seine Würde zu bewahren und nach Erlösung zu streben. Es ist die Geschichte um einen jüdischen Gelegenheitsarbeiter im russischen Zarenreich - 1968 bei seinem Erscheinen ein grandioser Erfolg.

Zur Zeit ist der Roman nur antiquarisch erhältlich.

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Kurz: Das Bestreben einer Frau, sich aus der Enge ihres Milieus zu befreien und sich selbst zu verwirklichen, gipfelt in einem Mordversuch.  Dass Mauriac sadistische Regungen in seiner Titelgestalt nicht ausschloss, trug ihm den Vorwurf ein, das Klischee der Giftmörderin allzu unkritisch übernommen zu haben. Dem Erfolg des Buches, zu dem es in dem Roman “Das Ende der Nacht” eine Fortsetzung gibt, tat dies allerdings keinen Abbruch.

Als Reclamheft in Originalsprache lieferbar.

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Henrik Pontoppidan ist wohl der unbekannteste Literaturnobelpreisträger überhaupt. Sein Werk ist gekennzeichnet von zeit- und kulturkritischen Schilderungen Dänemarks Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. “Hans im Glück” ist der mittlere der großen Romanzyklen Pontoppidans. Er handelt von der Bindung des Menschen an Erbe und Milieu sowie der Auflehnung dagegen. Veranschaulicht wird dieses Thema vor dem Hintergrund des dänischen Stadtlebens um 1900 mit der breit angelegten Lebensgeschichte des “Hans im Glück”, der sich aus den Fesseln eines streng pietistischen Elternhauses befreit und sich auf eine areligiöse Lebensreise begibt.

Leider nur noch antiquarisch zu erwerben.

Damit er nicht in Vergessenheit gerät!

W.H. Audens “Funeral Blues” , den der Film “Vier Hochzeiten und ein Todesfall” zum Kultgedicht machte.

Stop all the clocks, cut off the telephone,                   Prevent the dog from barking with a juicy bone,         Silence the pianos and with muffled drum                      Bring out the coffin, let the mourners come.

Let aeroplanes circle moaning overhead                 Scribbling on the sky the message He Is Dead,                  Put crépe bows round the white necks of the public doves, Let the traffic policemen wear black cotton gloves.

He was my North, my South, my East and West,            My working week and my Sunday rest,                           My noon, my midnight, my talk, my song;                            I thought that love would last for ever: I was wrong.

The stars are not wanted now; put out every one;            Pack up the moon and dismantle the sun;                         Pour away the ocean and sweep up the wood;                  For nothing now can ever come to any good.

Die deutsche Übersetzung: “Der Begräbnis-Blues” stammt von Christa Schwenke.

Die Uhren stoppt, reißt raus das Telefon,                  Ein Knochen für den Hund, dann schweigt er schon,   Nein, kein Klavier, nur Trommeln, dumpf und schwer. Tragt raus den Sarg, die Trauernden ruft her.

Flugzeuge solln im tristen Morgenrot                           Groß an den Himmel schreiben: “Er ist tot”,               Die weißen Taubenhälse sollen schwarze Kragen,        Die Polizisten schwarze Handschuhe tragen.

Er war mein Nord, mein Süd, mein Ost, mein West, Mein Werk- und Feiertag, mein Dienst, mein Fest,  Mein Wort, mein Lied, mein Mittag, meine Nacht;   Die Liebe stirbt nicht, dacht ich; falsch gedacht.

Den Sternen sagt: ”Wir wolln euch nicht, geht unter!”  Packt ein den Mond und reißt die Sonne runter;         Kippt weg das Meer, den Wald laßt überfluten,          Denn nichts mehr wendet sich ab jetzt zum Guten.     

Gutsherr Allworthy findet einen Säugling und zieht den Jungen an Sohnes Statt auf. Der Findling – Tom Jones – wächst und gedeiht prächtig, in den Augen seines Ziehvaters mitunter sogar etwas zu prächtig. Als sich Tom in die Nachbarstochter verliebt, die Allworthys Neffen versprochen ist, verweist der Gutsherr Tom des Hauses. Der junge Mann macht sich auf nach London, wobei ihn seine Reise quer durchs Land und auch durch sämtliche Schichten der vorviktorianischen Gesellschaft führt. Auf Toms Suche nach sich selbst, seiner Herkunft und vor allem nach der großen Liebe erschließt sich ein wahres Panoptikum des 18. Jahrhunderts.

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